Start: 19.01.2018: Werden Sie professioneller Konfliktbegleiter und Streitschlichter! Studieren Sie berufsbegleitend Mediation – eine Kooperation der PAS und der Hochschule Mannheim

Da wo Menschen aufeinandertreffen, gibt es Meinungsverschiedenheiten und entstehen Konflikte. Die Mediation zielt auf einen Ausgleich der Interessen von einzelnen Personen, Gruppen oder Teams, die miteinander in einem Konflikt stehen. Mediatoren kommen im privaten Bereich zum Einsatz wie bei Streitigkeiten zwischen Nachbarn, bei Trennung und Scheidung, im Öffentlichen wie in Schulen und an Hochschulen, in der Wirtschaft und im öffentlich-rechtlichen Bereich. Auch den Herausforderungen in der Sozialwirtschaft kann durch Mediation erfolgreich begegnet werden.

Die Mediation hat sich in den letzten Jahren, auch schon vor der Einführung des Mediationsgesetzes, mit zunehmendem Erfolg in Europa als Ergänzung zu behördlichen bzw. gerichtlichen Verfahren etabliert. Es ist ein Paradigmenwechsel von der Streitkultur zur Verhandlungslösung erkennbar, beruhend auf dem gesellschaftlichen Bedürfnis nach einer neuen Lösung der Konflikte.

Mediation kann als Resultat eines neuen gesellschaftlichen Bewusstseins gewertet werden. Dies beruht auf der Erkenntnis, dass im Konflikt eine Chance gesehen werden kann, zukünftig und damit nachhaltig eine Kommunikationsbasis zu schaffen und Lösungen auch über den konkreten Streitgegenstand hinaus garantiert werden. Das Miteinander soll nicht nur in privaten, sondern auch in beruflichen Auseinandersetzungen eine neue Grundlage der Kommunikation erhalten.

Am 19.01.2018 beginnt der neue Kontaktstudiengang „Mediation“ in Kooperation mit der Hochschule Mannheim. Frau Dr. Heike Lamadé ist Dozentin und Mitentwicklerin des Angebotes. Sie erklärt die Besonderheiten dieses Angebotes: „Das angebotene Kontaktstudium Mediation ist eine praxisorientierte Hochschulweiterbildung nach dem baden-württembergischen Fachhochschulgesetz und wissenschaftlich ausgerichtet; es verfolgt die Zielsetzung der anwendungsorientierten Vermittlung von aktuellen Forschungsergebnissen vieler Wissenschaftsbereiche, die sich mit Fragen der Konfliktbewältigung und ihrer konkreten Umsetzung befassen. Es wurden alle Rahmenbedingungen geschaffen, die das Studium praxisorientiert und interdisziplinär ermöglichen.“

Der Studiengang orientiert sich an den Grundlagen der integrierten Mediation. Dies bedeutet, dass die Mediation nicht nur als Methode in der beratenden oder begleiteten Konfliktbewältigung und im Konfliktmanagement gewählt werden soll. Es wird im Studiengang darauf Wert gelegt, dass die Vermittlung der Methoden der Mediation einen Eingang im Alltag und im Berufsleben finden. Angestrebt ist eine interdisziplinäre und umfassend neue Haltung für Konfliktbewältigung und Alltagsauseinandersetzungen.

Ziel der Ausbildung ist, ein professionelles Konfliktmanagement nach universitären Standards zu erlernen, das der Erweiterung bestehender Berufsqualifikationen oder als eigenständige Berufstätigkeit dient. In den Bereichen: Familienmediation, Wirtschaftsmediation, Mediation im öffentlichen Recht, Schulmediation, Interkulturelle Mediation, Mediation bei Bau- und Architektenkonflikten ist dies berufsbegleitend organisiert und praxisorientiert möglich.

Die Studiendauer umfasst drei Semester. Den Absolventen/-innen des Kontaktstudiums wird die Bezeichnung „Zertifizierte Mediatorin/Zertifizierter Mediator“ im Sinne der §§ 5 und 6 MediationsG und der ZMediatAusbV verliehen.

Kontaktstudium Mediation - Eine praxisorientierte Hochschulweiterbildung mit Zertifizierung nach dem MediationsG und der ZMediatAusbV

Anmeldeschluss: 07.01.2018
Start: 19.01.2018, Heidelberg 
€ 3950,- für Mitglieder des Paritätischen und für Studierende der Hochschule Mannheim, sonst € 4350,- 
Kooperationspartner: Hochschule Mannheim 

 

Dieser Artikel erscheint in dem Mitgliedermagazin des Paritätischen Landesverbandes Baden-Württemberg PariInform Nr. 3, 2017, das in Kürze herauskommt.

Kontakt & Beratung:

Vera Spillner, 0711 50437999, spillner@akademiesued.org

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