Indikatorengestützte Qualitätsbeurteilung und Qualitätsdarstellung

  • Karlsruhe - Hardtwaldzentrum des Paritätischen
  • 385,00€ für Mitglieder, sonst 435,00€
    inkl. Verpflegungspauschale
  • Buchungsnummer: KIII.03.031
  • -
  • Anmeldeschluss: 25.09.2019
Anmeldefrist abgelaufen Infobroschüre

Das Pflegestärkungsgesetz II sieht die Entwicklung von Instrumenten für die Prüfung der Qualität der Leistungen, die von stationären Pflegeeinrichtungen erbracht werden, sowie für die Qualitätsberichterstattung vor. Den Auftrag für die wissenschaftliche Erarbeitung dieser Instrumente haben das Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld und das aQua – Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen – in Göttingen erhalten. Diese haben mit ihrem Abschlussbericht "Entwicklung der Instrumente und Verfahren für Qualitätsprüfungen nach §§ 114 ff. SGB XI und die Qualitätsdarstellung nach § 115 Abs. 1a SGB XI in der stationären Pflege" vom 03.09.2018 konkrete Vorschläge zur Umsetzung erarbeitet.

Eine wesentliche Neuerung für die Einrichtungen liegt in der Verzahnung der Erhebung der Indikatoren mit dem internen Qualitätsmanagement. Ebenso neu ist die Prüfung der Plausibilität der internen Ergebnisse des Indikatorensets durch eine externe Qualitätskontrolle.

Konkret bedeutet dies, dass in der Pflegeeinrichtung mit einem standardisierten Erhebungsinstrument qualitätsgesichert Daten über alle Bewohner erhoben (zweimal im Jahr), und an eine externe Datenauswertungsstelle (DAS) gesendet werden. Die DAS führt bereits eine erste statistische Plausibilitätsprüfung der Daten durch und berechnet die Qualitätsindikatoren. Anschließend werden die Ergebnisse an die Einrichtungen zurück übermittelt, die auf Basis dieser Ergebnisse gegebenenfalls bereits einen Verbesserungsprozess einleiten können, bevor die "MDK-Prüfung" stattfindet. Diese "MDK Prüfung" wird auch weiterhin darüberhinausgehende Qualitätsaspekte prüfen.

Die Einführung und Umsetzung des neuen Systems der indikatorengestützten Qualitätsbeurteilung und der Qualitätsdarstellung wird sowohl für die vollstationären Pflegeeinrichtungen als auch für die Prüfinstanzen eine Neujustierung bedeuten.

Inhalte:

Erster Schulungstag

  • Thematische Einführung, Übersicht über Inhalte und Ablauf der Schulung in Bezug auf bereits vorhandene Qualitätselemente in der Einrichtung
  • Entstehung des Indikatorenansatzes und seine Rolle im Gesamtsystem der Qualitätsbeurteilung
  • Ergebniserfassung: zeitliche und organisatorische Anforderungen
  • Übersicht über die Indikatorendefinitionen
  • Indikatoren im internen Qualitätsmanagement: ein Bezug zu dem was die Pflegeeinrichtung schon hat
  • Die Beurteilung von Ergebnisqualität: Methodische Grundlagen und Beispiele
  • Die Erfassung von Versorgungsergebnissen

Zweiter Schulungstag

Die Erfassung von Versorgungsergebnissen (Fortsetzung)

  • Interne Sicherung der Datenqualität und externe Plausibilitätskontrolle
  • Ergebniserfassung: fachliche Anforderungen
  • Indikatoren im internen Qualitätsmanagement: eine Einschätzung dazu was die Pflegeeinrichtung wohl noch benötigt
  • Möglichkeiten der Begleitung der Einrichtungen bei der Vorbereitung auf den Regelbetrieb

Aufbau der Schulungen:

In den angebotenen Pflegeindikatoren-Grundlagenschulungen (2-tägig) stehen die inhaltlichen und methodischen Fragen der Erfassung von Versorgungsergebnisse, die ab Herbst des Jahres 2019 umgesetzte werden müssen, im Mittelpunkt.

Basierend auf der 2-tägigen Pflegeindikatoren-Grundlagenschulung können Reflexionstermine belegt werden.

Der Schwerpunkt solcher Termine ist die Integration des Indikatorenansatzes in die eigene Pflegeeinrichtung und soll folgenden Nutzen bringen:

  • Anschluss an den internen Pflegeansatz präzisieren
  • Anwendung des Erhebungsbogens spezifizieren
  • Einen passgenauen Ergebnisreport zur Verfügung zu haben
  • Interne Qualitätsentwicklung definieren und voranbringen
  • Den Fachdialog bei der MDK-Prüfung führen können

Termine zu den Reflexionstreffen werden aktuell noch platziert!

Das neue Prüfverfahren - Registrierung bei der DAS noch bis 30. September möglich 
Der Countdown läuft. Es dauert nur noch wenige Wochen bis zur Einführung des neuen Prüfverfahrens auf Grundlage von Ergebnisindikatoren. Am 1. Oktober beginnt der Erprobungszeitraum, in dem die stationären Einrichtungen erstmals die neuen Indikatoren erheben und an die Datenauswertungsstelle (DAS) übermitteln sollen. Damit dieses Verfahren rechtmäßig durchgeführt werden kann, ist eine Registrierung der Einrichtungen bei der DAS notwendig. Nur so kann der Stichtag ausgewählt werden, an dem künftig die Übermittlung der Indikatoren erfolgen wird. Ohne Registrierung ist auch eine Datenübermittlung nicht möglich. In den vergangenen Wochen haben alle Einrichtungen Post von der Datenauswertungsstelle erhalten und wurden zur Registrierung aufgefordert. Neben dem Anschreiben und einer ausführlichen Schritt-für-Schritt-Anleitung erhielten Sie einen Freiumschlag zur Rücksendung der ausgefüllten und unterschriebenen Eigenerklärung. 
Dem Registrierungsaufruf sind bisher etwa 75 Prozent aller stationären Einrichtungen gefolgt. Diese hohe Zahl ist einerseits erfreulich. Gleichzeitig bedeutet das aber, dass sich ein Viertel der Heime noch nicht registriert hat. Wir möchten Sie daher eindrücklich bitten, dies so schnell wie möglich nachzuholen. Die Registrierung ist noch bis zum 30. September möglich!

Was ist zu tun?
Zur Vorbereitung des Regelbetriebs ist es erforderlich, dass sich Ihre Einrichtung als dokumentationspflichtige Pflegeeinrichtung
1. bis spätestens 30. September 2019 bei der DAS Pflege registriert,
2. die einrichtungsindividuellen Stichtage festlegt (die Stichtagswahl gilt ab dem 1. Juli 2020) und
3. eine vertretungsberechtigte Person benennt.
Sollten Sie bisher noch kein Schreiben der DAS erhalten haben oder ist dieses nicht mehr auffindbar, wenden Sie sich bitte direkt an die DAS und schicken Sie eine kurze Mitteilung unter Angabe Ihrer IK-Nummer, Name und Adresse der Einrichtung an support@das-pflege.de. Nach Überprüfung der Angaben wird Ihnen unverzüglich ein neues Schreiben zugeschickt.

Diese Veranstaltung wird durchgeführt in Kooperation mit:

Dozent/-in

Dozent-/in:  Josef Schwellinger

Josef Schwellinger

Diplom-Pädagoge mit dem Schwerpunkt Betriebs- und Führungspädagogik, ZRM®-Trainer, Auditor für Qualitätsmanagementsysteme, Arbeitserzieher

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: info@akademiesued.org