Leitungen bewerten den Nutzen ihres Qualitätsmanagements (Managementbewertung)

  • Heidelberg, Forum am Park
  • 250,00€ für Mitglieder, sonst 280,00€
    inkl. Verpflegungspauschale
  • Buchungsnummer: HII.03.001
  • Anmeldeschluss: 02.01.2018

Inzwischen sind rund ca. 30% von den ca. 46.000 Einrichtungen der über 10.000 Mitgliedsorganisationen im Paritätischen rechtlich oder vertraglich verpflichtet, die Qualität ihrer Dienstleistungen nachvollziehbar systemisch sicherzustellen und weiter zu entwickeln. Hierzu wird ein System zur Qualitätssicherung und -entwicklung gefordert, wobei ca. 10% der Einrichtungen verpflichtend eine externe Begutachtung (Zertifizierung oder Zulassung) durchlaufen und nachweisen müssen. Hierzu gehören insbesondere:

  • Stationäre Rehabilitationseinrichtungen (inkl. Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchtabhängige) gem. § 20 2a SGB IX und 137d SGB V
  • Einrichtungen, die Arbeitsförderungsmaßnahmen anbieten, gem. § 176 ff. SGB III und Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung AZAV (Bildungseinrichtungen und so weit zutreffend Einrichtungen der Behindertenhilfe, Psychiatrie oder Suchthilfe)
  • Träger der Integrationskurse gem. § 18 der Integrationskursverordnung
  • Pflegeeinrichtungen gem. § 114 ff. SGB XI (Prüfungen durch den MDK)
    Einrichtungen der Erwachsenenbildung (landesspezifische Vorschriften/Gesetze). Im sächsischen Weiterbildungsgesetz §5 (6) sind Voraussetzung für die Förderung von Einrichtungen formuliert, u.a. die Verpflichtung zur Anwendung eines Systems zur Sicherung und Entwicklung der Qualität der Bildungsarbeit.
  • Kitas (landesspezifische Vorschriften), Pflicht zur externen Evaluation z. Z. nur in Berlin, in Hamburg in Planung.
  • Kliniken, die durch das Müttergenesungswerk anerkannt sind.
  • WfbM, oft gefordert, sofern sie als Zulieferer für die Industrie produzieren.

Die Pflicht zur externen Qualitätssicherung hat weitreichende Konsequenzen, sofern sie mit der Zulassung bzw. Anerkennung von Einrichtungen verknüpft ist. Sie kann bei negativen Ergebnissen u.a. zum Wegfall der Finanzierungsgrundlage bzw. Ausschluss vom Markt durch die Kosten-/Leistungsträger führen.

Die Entwicklungen zeigen, dass das Thema QM voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinnen wird. Dies ist u. a. an der aktuell geführten Diskussion über die Nachweise zur Wirkungsorientierung in der sozialen Wirtschaft sichtbar.

Inhalte des Seminars:

Die Bewertung eines bestehenden Qualitätsmanagements erfolgt durch die Leitungskräfte. Folgende Inhalte stehen dabei im Vordergrund:

  • Nutzer/innen- und Werteorientierung mit klaren Zielvorgaben
  • Schaffung transparenter Strukturen und Verantwortlichkeiten
  • geklärte interne und externe Kommunikation
  • planvolles Vorgehen und beherrschte Prozesse
  • Entwicklung und Einhaltung von fachlichen Standards
  • systematische Selbstprüfungen, Dokumentation und Nachweisführung
  • systematische Überwachung, Analyse und Bewertung sowie Transparenz der Ergebnisse
  • Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit im Umgang mit Ressourcen
  • konsequente Fehlervermeidung, Beschwerdemanagement
  • ständige Verbesserung, Innovationen und Weiterentwicklung.

Ziele des Seminars:

Die interessierten Leitungskräfte erhalten eine praxisbezogene Einführung in das Thema Managementbewertung. Neben dem Input zu den Grundlagen ist auch der fachliche Austausch sowie Möglichkeiten der Unterstützung seitens des Zentrums für Qualität und Management (ZQM) die Ziele des Seminars.

Dozent/-in

Dozent-/in:  Kirsten Rudolph

Kirsten Rudolph

Dipl.-Ing., wiss. Mitarbeiterin, EOQ Quality Auditorin; Referentin QMB - Der Paritätische Gesamtverband, Zentrum für Qualität und Management

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: info@akademiesued.org