Auf- und Ausbau der Betreuungs- und Entlastungsleistungen. Chancen und Möglichkeiten nutzen und nachhaltige Strategien entwickeln

  • Stuttgart - Paritätisches Mehrgenerationenzentrum
  • 185,00€ für Mitglieder, sonst 205,00€
    inkl. Verpflegungspauschale
  • Buchungsnummer: GIII.03.004
  • Anmeldeschluss: 16.11.2017
Infobroschüre

Die Pflegestärkungsgesetze I und II waren die Impulse, Sozialstationen und Pflegedienste zu Pflege- und Betreuungsdiensten weiterzuentwickeln. Folglich verändert sich der Markt der ambulanten Dienste grundlegend.

1.) Die Summe der finanziellen Mittel, die für Betreuungs- und Entlastungsleistungen und für Verhinderungspflege zur Verfügung stehen, kann in vielen Fällen größer sein als die Ausgaben der Pflegebedürftigen für die Leistungen der Pflege. Betreuungsleistungen rücken somit stärker in den Mittelpunkt und sollten in das Leistungsangebot von ambulanten Diensten integriert werden.

2.) Zudem haben die Menschen „Geld in der Hand“, welches sie für verschiedene Leistungsarten einsetzen können. Über die Hintertür werden quasi „Budgets“ eingeführt, über welche die Pflegebedürftigen verfügen können.

3) Es handelt sich bei einem großen Teil dieser Erstattungsleistungen um Privatzahlerleistungen und/oder Erstattungsleistungen. Das heißt nichts anderes, als dass die Pflegedienste sich gut überlegen müssen, wie sie die Leistungen anbieten und vor allem zu welchen Preisen?

Nach den ersten Erfahrungen zum Jahresanfang 2017 sollte noch einmal überlegt werden, inwieweit das Leistungsangebot ein weiteres Mal angepasst werden kann.

Insbesondere geht es um Abstimmung

  • der Entlastungsleistungen § 45b SGB XI (Entlastungsbetrag)
  • der pflegerischen Betreuung im Rahmen der Sachleistungen (§ 36 SGB XI)
  • und den Leistungen zur Unterstützung im Alltag

mit den Privatzahlerleistungen (Hauswirtschaft) und wie diese inhaltlich und preislich dargeboten werden.

Der Dozent, Herr Thomas Sießegger wird an diesem Tag zusammen mit Ihnen - fokussiert auf alle Arten von Betreuungs- und Entlastungsleistungen - die fachlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen für diese neuen Weichenstellungen praxisnah erarbeiten.

  • Strategieentwicklung für alle Arten von Betreuungs-und Entlastungsleistungen
  • Marktentwicklung und neueste aktuelle Rahmenbedingungen
  • Der Auf- und Ausbau der Betreuungs- und Entlastungsleistungen § 45b SGB XI (Entlastungsbetrag)- der pflegerischen Betreuung im Rahmen der Sachleistungen (§ 36 SGB XI)

               - Leistungen zur Unterstützung im Alltag
               - stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
               - Privatzahlerleistung Hauswirtschaft

  • Erstellen eines attraktiven Leistungskataloges für Arten von Betreuungsleistungen: Zeitleistungen, Begleitdienste, Entlastungsangebote, Gruppenangebote, Alternativen zur Tagespflege anhand vieler Beispiele
  • Welche Qualifikationen und Voraussetzungen sollen die Mitarbeiter des Betreuungsdienstes mitbringen: Personalauswahl und Personalentwicklung
  • Eine neue Logistik: Abgrenzung von der Touren- und Personal-Einsatz-Planung der Betreuungs- und Hauswirtschaftsleistungen von denen des ambulanten Pflegedienstes
  • Preisfindung für die „privaten“ Erstattungsleitungen der Betreuung auf Basis der Kalkulation der Kosten unter Berücksichtigung der Marktakzeptanz
  • Strategische Aspekte der Kostenstellenrechnung (SGB V, SGB XI, SGB XII und Privatzahler) und der Umgang mit Mischkalkulationen in verschiedener Hinsicht
  • Anpassung der Strategien an die Rahmenbedingungen, welche sich durch das 2. und das 3. Pflegestärkungsgesetz ergeben werden

Seminarmethoden:  Vortragendes Referat (mit Diskussion), Praxisbeispiele, Seminarunterlagen mit Checklisten und Umsetzungsmöglichkeiten (umfangreiche Downloads mit Praxisbeispielen, meist mit MS-Excel)

Dozent/-in

Dozent-/in:  Thomas Sießegger

Thomas Sießegger

Dipl. Kfm., Unternehmensberatung für ambulante Pflegedienste

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: info@akademiesued.org